Das Leben läuft nicht immer so, wie man es geplant hat. Den Satz haben wir wohl schonmal alle gehört,aber im Moment kann ich ihn besser verstehen als noch vor einem Jahr.

Angefangen damit, dass der Job für den ich mich entschieden habe, und der mir sehr viel Spaß macht, sich als Einbahnstraße entpuppt. Weiter damit, dass die Möglichkeiten, vor allem finanzieller Art, sehr gering sind, und abschließend Menschen von denen man dachte sie wären Freunde, welche sich aber als Deppen herausstellen.

Lasst mich das alles mal ein bisschen genauer beleuchten.
Ich liebe meinen Job, lasst mich das vorweg nehmen. Was ich tue, tue ich gern und das ich damit meinen Lebensunterhalt verdienen kann ist ein sehr schöner Bonus. Die Sache ist nur, ich bin 26 Jahre alt und will mich weiterentwickeln, und nicht auf dem jetzigen Level stehen bleiben. Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, da man sich kontinuierlich weiterbilden muss, immer auf dem Laufenden sein muss. Der negtaive Punkt nun ist, dass ich momentan daran gehindert werde genau dies zu tun, indem Kurse nur bestimmten Kollegen (mit denselben Aufgaben) zugestanden werden. Von mir wird erwartet die Arbeit mit derselben Qualität wie die genannter Kollegen zu erledigen und abzuliefern, wozu ich aber nicht in der Lage bin da mir bestimmtes Wissen, welches dazu nötig ist nicht zugänglich gemacht wird. Mir dieses Wissen auf Umwegen selbst anzueignen ist zeitintensiv und kostet mich mehr Energie als eigentlich notwendig wäre. Was mich dazu bringt zu überdenken ob mein Einsatz im Job durch die Entlohnung die ich erhalte aufgewogen wird. Bisher war ich durchaus zufrieden. Bisher. Nachdem ich im Dezember gezwungen war meinen Finanzplan aufzustellen und mein Auto zu verkaufen, habe ich darüber gründlichst nachgedacht. Das Ergebnis war ziemlich zermürbend. Ich kann zwar von dem Job leben aber mehr überleben als wirklich leben, zumal ich im Moment eher zwiegespalten täglich auf Arbeit gehe. Nachdem ich nun den Punkt mit dem ich unzufrieden war greifen und fomulieren konnte, legte ich dies so meinem Arbeitgeber vor und was daraus hervorging war ein Angebot, dass ich mir nicht hätte leisten können.
Das naheliegendste ist nun, dass man sich nach einer Alternative umschaut. Hier in der Region ist das schon aussichtslos und nach ein paar Mails und einem Bewerbungsgespräch in der nächstgrößeren Stadt war ich ein wenig baff. Die Bedingungen sind nahezu identisch. Der Job ist für das geforderte Tätigkeitsfeld ziemlich mies bezahlt.
Dies bringt mich nun dazu mich neu zu orientieren. Etwas zu finden mit dem ich glücklich bin und von dem ich gut leben kann. Ich rede hier nicht von einer riesen Wohnung und Auto. Das mit  dem Auto hab ich ad acta gelegt. Ich rede hier von einer hübschen kleinen Wohnung, ab und an mal ein Kinobesuch und ein mid-budget-Urlaub. Ich denke nicht, dass das als Facharbeiter zu viel verlangt ist.

Den letzten Punkt möchte ich ganz kurz halten. Leute, wenn ihr von mir verlangt ehrlich zu sein dann kommt damit zurecht wenn ich es bin. Wenn ihr es mir wert seid, dass ich euch gegenüber offen und ehrlich bin, dann enttäuscht mich nicht indem ihr euch wie die verletzten Hunde verkriecht und jeden wegbeißt.

Nachdem diesnun gesagt ist, wünsche ich euch allen noch einen schönen Sonntag und bis bald.